Methodenbestandteile

 

wingwave ist ein geschütztes Verfahren aus dem Besser-Siegmund-Institut Hamburg.

Die wingwave-Methode nutzt Erkenntnisse der modernen Gehirnforschung und vereint:

 

  • Bilaterale Hemisphärenstimulation wie beispielsweise "wache" REM-Phasen (Rapid Eye Movement = schnelle Augenbewegungen) und auditive oder taktile links-rechts-Impulse zur schnellen Entstressung.
  • Neurolinguistisches Programmieren NLP für die erfolgreiche und gehirngerechte Zielplanung.
  • Der Myostatik- oder O-Ring-Muskeltest zur Erfassung Ihrer individuellen Stressreaktion. Dieser Muskeltest ermöglicht die punktgenaue Planung von optimalen Coachingprozessen durch die Identifikation coaching-relevanter Stressauslöser.

 

Bilaterale Hemisphärenstimulation, wie z.B. EMDR

Ende der achtziger Jahre beschäftigen sich in den USA verschiedene Trainer und Therapeuten mit dem Einsatz "wacher REM-Phasen" (Rapid Eye Movement) zur emotionalen Regulation von beeinträchtigenden Stresserinnerungen. Im NLP nannte man die Vorgehensweise "Eye Movement Integrator". Die amerikanische Psychotherapeutin Francine Shapiro entwickelte die Methode speziell zur Behandlung von posttraumatischem Stress weiter. Mitte der 1990er Jahre gab der SPIEGEL dieser dann auch in Deutschland neu eingeführten EMDR-Methode den Namen "Winke-Winke-Therapie". Man war fasziniert und alarmiert über die neue Idee aus Amerika, psychische Blockaden einfach wegwinken zu können. Tatsächlich spielen bei dieser Methode schnelle Fingerbewegungen vor den Augen des Klienten eine entscheidende Rolle. Der Klient folgt diesen Bewegungen mit seinem Blick. Die so erzielten raschen Augenbewegungen erinnern an die REM-Phase, welche alle Menschen beim intensiven Träumen zeigen: Rapid Eye Movement. EMDR steht für Eye Movement Desensitization and Reprocessing.

Trotz der scheinbaren Einfachheit in der Anwendung zählt beispielsweise EMDR heute weltweit mit zu den effektivsten Psychotherapiemethoden bei posttraumatischem Belastungsstörungen. Die vielfältigen guten Ergebnisse sprechen für die positive Wirkung von Ansätzen zielgerichteter bilateraler Hemisphärenstimulation in Therapie und Coaching. Die Zeitschrift GEO schreibt in Ihrer Mai-Ausgabe 2002: "Inzwischen ist EMDR die am gründlichsten untersuchte Trauma-Therapie". Auch das Hamburger Ärzteblatt 10/01 bezeichnet die Methode in seiner Ausgabe bereits im Jahre 2001 als "gut erforscht".

 

Der Myostatik-Test

Beim Myostatiktest bildet der Coachee zwischen Daumen und Zeigefinger einen festen Muskelring, an welchem der Coach mit maximaler Kraft zieht. Manchmal testet der Coach auch die Kombinationen Daumen/Mittelfinger oder Daumen/Ringfinger - je nach dem Grundkraftniveau, das der Proband aufbringen kann. wingwave-Coaches nutzen diesen Test als "Kompass" im Coaching-Prozess für zwei wesentliche Anlegen:

  • Das Auffinden von Stressoren, welche die mentale/emotionale Balance des Coachee stören/irritieren
  • Die Überprüfung der Wirksamkeit von angewandten Interventionen zur Verbesserung und Anregung von stabilisierenden emotionalen und mentalen Prozessen.

Überwiegend zeigt ein schwacher Muskeltest mentalen Stress, ein starker Muskeltest hingegen mentale Ressourcen und emotionale Sicherheit an.

Vielen Lesern dieser Zeilen ist sicherlich auch der Muskeltest aus der so genannten Kinesiologie mit dem ausgestreckten Arm des Klienten geläufig. Doch anders als in der Kinesiologie oder beim so genannten Omura-Test (Y. Omura ist ein Akupunktur-Arzt) setzt der wingwave-Coach den Myostatiktest weder für medizinische Diagnosen noch für die Dosierungsfindung von Medikamenten oder medizinisch-therapeutisch ein!

Der Myostatiktest eignet sich für Coaching-Themen deshalb besonders gut, weil die Handmuskeln im Großhirn eine besonders große Fläche für die neuronale Steuerung und Verarbeitung von Motorik und Sensorik einnehmen. Da auch unsere kognitiven und mentalen Prozesse vor allem im Großhirn stattfinden, teilt sich mentaler Stress besonders schnell im Handmuskel mit. Man denke hier nur an den Schauspieler, der effektvoll ein Glas fallen lässt, wenn er Schreck, Irritation oder Überraschung darstellen soll.

Im Coaching spiegelt uns der Test also vor allem zwei Hinweise auf das subjektive Erleben:

  • Der Coachee kann mit dem Thema/dem dargebotenen Reiz gut umgehen, er kann die "Sache verkraften", ist "dem Thema gewachsen" oder
  • Der Coachee ist irritiert, überfordert, der "Sache nicht gewachsen", gestresst etc.



Neurolinguistisches Programmieren - NLP

Anfang der 1980er Jahre wurde das Neurolinguistische Programmieren (NLP) in Deutschland eingeführt. Dieses neue, zielorientierte Kurzzeit-Konzept der Kommunikationspsychologie hat inzwischen viele Anwender und Befürworter gefunden: aus dem Coaching, der Lernpsychologie und der Psychotherapie - um nur einige Wirkungsfelder zu nennen - ist NLP mit seinen vielfältigen Methoden für ressourcevolle Veränderungsprozesse nicht mehr wegzudenken.

In vielen Berufen sind Menschen auf eine effektive Kommunikation mit ihren Gesprächspartnern angewiesen - seien dies Patienten, Schüler, Kunden oder Mitarbeiter. Da stellt sich oft heraus, dass die Welt in den Köpfen verschiedener Menschen ganz unterschiedlich funktionieren kann. Das Ergebnis: trotz guter Absicht denkt und redet man allzu oft aneinander vorbei.

Neurolinguistisches Programmieren lehrt uns den Aufbau einer positiven Wellenlänge zwischen den verschiedenen Welten in den Köpfen. Es gilt als "Gebrauchsanweisung für das Gehirn". In diesem Sinne bietet es ebenso effektive wie individuelle Werkzeuge für die ‚Kommunikation mit mir selbst’ wie auch für die zwischenmenschliche Kommunikation. Das eigene Verhalten und Verhalten und Befindlichkeit des Gesprächspartners werden durch NLP besser verstehbar. Es wird einfacher, ganz individuell auf das Gegenüber zu reagieren, so dass sich schnell eine Atmosphäre positiver Motivation und fruchtbarer Zusammenarbeit entwickeln kann.

Neuro steht dabei für die Tatsache, dass jedes menschliche Verhalten und jeder Körperzustand im Gehirn durch neuronale Verknüpfungen repräsentiert ist.

Linguistisch bedeutet, dass wir über diese Verknüpfungen mit Hilfe unserer Sprache kommunizieren können.

Programmieren (Lernen, Verändern) bezeichnet den Vorgang, mit Hilfe der Sprache Gedanken zu starten, welche automatische und eingefahrene Kommunikationsmuster auflösen. Sie werden in kreative neue Wege verwandelt, so dass ein anderes und vielfältigeres Verhalten und Befinden stattfinden kann.

Bis vor einigen Jahren galt NLP als noch nicht ausreichend wissenschaftlich fundiert. Das hat sich entscheidend geändert, es gibt mittlerweile viele Effektivitätsstudien. Die Europäische Gesellschaft für Psychotherapie (EAP) hat mit ihren strengen Auflagen an die Gütekriterien von Psychotherapie die Neurolinguistische Psychotherapie (NLPt) wegen der guten wissenschaftlichen Ergebnisse in ihre Liste der wissenschaftlich anerkannten und empfehlenswerten Psychotherapien aufgenommen.

 

 

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